Wenn dem Sünder wird abgesprochen sein Leben so wird er unter meine Hand gegeben
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Geschichte Teil2
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Gerichtsurteile



 

 

Jahre 1531 erließ König Heinrich VIII von England ein Gesetz, das für verurteilte Giftmischer diesen Tod vorsieht. 1532 verübte Richard Roose ein Giftattentat auf den Bischof von Rochester. Der Bischof entging diesem Anschlag, doch zwei seiner Bediensteten hatten nicht so viel Glück. Am 15. April 1532 wurde Richard Roose gefesselt und mit Steinen beschwert in einem Topf bei lebendigem Leib gekocht. Nach der Hinrichtung wurde er dann im Kessel, der zugleich sein Sarg war, beerdigt.



Prozesse mit tödlichem Ausgang:

Viele Frauen starben schon während der Folter, dann hieß es: "....der Tyvel habe ihr den Hals umgedreht."
Erkrankte Frauen ließ man sogar aus dem Krankenhaus holen, wenn sie im Fieberwahn irgendwelche Sachen phantasierten.
Man scheute sich nicht, diese Frauen zu Tode zu foltern, so geschehen in Amsterdam 1564
Sogar vom Sterbebett weg wurden Frauen geholt, zum Richtplatz geschleift und mitsamt dem Bett verbrannt.



22.1. 1600, Veit Willet von Güntersbühl, ein Rosstäuscher welcher die Leut fälschlich betrogen mit Kaufen. Allhie mit dem Schwert gerichtet, welcher zuvor zu Pappenheim mit Ruten ausgestrichen worden und dem zu Schwabach beide Ohren abgeschnitten waren."



Das tote Kind:

Frauen wurde vorgeworfen, Hexen zu sein und ein kurz zuvor gestorbenes und beerdigtes Kind wieder ausgegraben zu haben und für die Herstellung einer Hexensalbe verwendet zu haben.
Nach wiederholter Folter gaben die Frauen dies auch zu.
Der Ehemann einer Angeklagten veranlasste die Öffnung des Grabes unter vielen Zeugen, um zu beweisen, dass das Kind noch unversehrt im Grabe liegt. Das Kind lag auch noch unversehrt im Grab.
Mit der Begründung, dass dies ein Blendwerk des Teufels sei, nämlich dass das Kind noch unversehrt im Grab lag und alle Zeugen es sahen, verurteilte man alle Frauen zum Feuertod.

Familientragödien:

Genf, 18. Mai 1545
Der Scharfrichter erklärte, daß sein Arm ermattete und es Sachen gäbe, die die Kraft eines Mannes übersteigen. 34 Frauen wurden innerhalb kurzer Zeit durch das Schwert, Scheiterhaufen, Galgen und Vierteilung vom Leben zum Tod gebracht, darunter auch seine Mutter....



Es gab aber auch milde Bestrafungen, Gnade und Freigang:
Milde Bestafung?
Im Jahr 1434 setzte man eine Frau, die milder zu bestrafen war, an einen Stock (bei der Pegnitz), setzten ihr eine bemalte Inful auf und zwickten ihr einen Teil der Zunge ab.

Über die christliche Gnade
Es gab auch Gnadenzettel für die zurm Scheiterhaufen verurteilten. Wenn man jetzt meint, man hat sich freikaufen können, hat man weit gefehlt.
Der GNADENZETTEL wandelte die Todesstrafe auf dem Scheiterhaufen in der Weise um, daß man mit dem Schwert gerichtet wurde.
Vorher wurde man aber noch mit glühenden Zangen gezwickt und die rechte Hand wurde abgehauen, bevor der Kopf abgeschlagen wurde. Der Körper wurde dann erst verbrannt.




Unschuldig! Endlich frei! ......Aber wie?
Was tat man, wenn jemand bloß nur verdächtig war?
Stuttgart, 12. Juni 1527
Der Vogt Fürderer überraschte die Witwe Margareta Lösin, die gerade vom Markt kam, mit einer Verhaftung.
Irgendjemand hatte vor 4 Jahren gesagt, daß sie eine Unholdin sei, mit dem Teufel Gemeinschaft gehabt hat und mit der Ofengabel sei sie über den Gartenzaun geritten.
Er ließ ihr die Haare abschneiden (bestimmt auch überall am Körper rasieren und absuchen) und ließ sie zur Folter führen.
Sie wurde aufgezogen und mit Ruten geschlagen. Dann wurden ihre Beine mit in Pech getauchten Lappen verbrannt.
Um ihren Kopf herum zog man ein Seil immer enger zusammen.
Ihre Füße steckte man in Scheinsschuhe, das waren Schuhe, die man vorher auf einem Kohlenbecken röstete.
Dann wurde sie auf einen Stuhl gesetzt und mit glühenden Kohlen überschüttet.
Als sie immer noch nicht gestand, da warf man sie in einen Turm.
Der Turm hatte kein Dach und bot weder Schutz vor der Hitze der Sonne noch vor der Kälte im Winter.
Drei lange Jahre musste sie da drinnen schmachten, bevor sie freikam!
Sie durfte aber nicht nach Hause zurück, sie wurde aus dem Land getrieben.


Das einträgliche Geschäft mit der Inquisition:

Die Inquisition war ein gutes Geschäft, man konnte das Hab und Gut der Verurteilten einziehen und die Erben auf die Straße setzen, sofern sie nicht ohnehin auch auf den Scheiterhaufen kamen.
Allein in dem kleinen Ort Thann im Elsass wurden 140 Menschen verbrannt. Die Nachlässe der Hingerichteten wurden konfiziert und teilweise für das 1622 eingeweihte Kapuzinerkloster verwendet.



 

 

1586 wurde Margaret Clitherow, die Stieftochter des Bürgermeisters von Tollbooth, zum Tode verurteilt. Ihr Verbrechen bestand darin, dass sie ihrem katholischen Glauben nicht abschwor. Als sie das Urteil vernahm, dankte sie Gott dafür. Die Exekution sollte mit pressen bis zum Tod vollzogen werden. Am Morgen des 25. März 1586 wurde sie auf den Richtplatz gebracht. Dort wurde sie auf den Boden gelegt und ihre Hände an hölzerne Pfosten gebunden. Dann schob man ihr einen ballgroßen Stein unter den Rücken. Um 9 Uhr in der Früh wurde die Hinrichtung vollzogen, in dem man ihr 400 Kilo Steine auf ihren zierlichen Körper stellte. Diese brachen ihr die Rippen. Nach 15 Minuten setzte der Tod dem grausamen Spiel ein Ende.
1920 wurde sie als Märtyrerin selig und 1970 von Papst Paul VI heilig gesprochen.

 

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