Wenn dem Sünder wird abgesprochen sein Leben so wird er unter meine Hand gegeben
EinleitungHört HörtMitgliederGeschichteFolterkammerLagerVeranstaltungenGalerieLinksKontakt
Folterkammer Teil2
Folterkammer Teil4
Folterkammer Teil3



Rädern:

Das Rädern war die wohl qualvollste Todesart. Sie wurde in zwei Schritten an Mördern und Räubern (meist Männern) vollstreckt. Zunächst wurden dem nackten Verurteilten die Knochen zerschlagen. Hierzu legte man ihn auf den Rücken und befestigte ihn mit ausgestreckten Gliedmaßen am Boden. Dann brach ihm der Scharfrichter (oder dessen Knecht) mit wuchtigen Schlägen mit einem Wagenrad die Knochen. Üblich war es, als Gegenpol unter die Gelenke Hölzer mit scharfer Kante (Krammen, Krippen oder Brecheln) zu legen.Sinn der Schläge war das qualvolle Zerschlagen der Knochen, nicht etwa das Herbeiführen des Todes. Zugestoßen wurde von unten herauf. Ein genauer Rhythmus und auch eine genaue Anzahl an Schlägen waren dafür vorgeschrieben. Als Akt der Gnade galt bereits, wenn der Scharfrichter als letzten Akt auf den Hals oder die Herzgegend des Verurteilten zielte und diesen so tötete. Ein besonderer Gnadenakt war der erste Stoß von oben, um sofort den Tod herbeizuführen. Im Regelfall sollte der Missetäter jedoch erst auf dem Rad sterben.
Und somit folgte der zweite Schritt der Hinrichtung.
Der geschundene Körper wurde mit den gebrochenen Gliedern in die Speichen eines Rades eingeflochten oder
zumindest daran festgebunden. Anschließend wurde das Rad auf einen Stock oder Pfahl gesteckt und aufgestellt. Ähnlich wie bei einem Gehenkten war der Verurteilte dann der Witterung und den Tieren ausgesetzt. Es dauerte oft Tage bis er endlich sterben konnte.
Hinrichtungsort war meist der Galgenplatz.
Ebenso wie beim Hängen durfte der Leichnam des Hingerichteten nicht abgenommen und begraben werden.



Steinigung:

Die Steinigung ist eine weitere, von 'gesamter Hand' vollstreckte Hinrichtungsart, bei der der Verurteilte durch Steinwürfe zu Tode kommen soll.
Zum Vollzug muß der Kläger den ersten Stein werfen, dann folgen die Zeugen und der Richter. Anschließend wirft die ganze Gemeinschaft. Die Steine sollen dabei so groß sein, dass sie das Opfer zwar verletzen, aber nicht schon bei den ersten Würfen töten. Artikel 119 des Islamischen Strafgesetzbuches bestimmt: 'Die Steine, die bei der Steinigung verwandt werden, dürfen nicht so groß sein, daß die Person, wenn sie von einem oder zwei Steinen getroffen wird, stirbt; sie dürfen nicht so klein sein, daß man sie nicht mehr als Steine bezeichnen kann.'
Das Steinigen ist ein töten aus der Ferne, die Peiniger müssen die Leiden nicht allzu genau mit ansehen. Der Leichnam verschwindet allmählich unter einen Steinhaufen. Er ist den Unterweltgottheiten geopfert worden.
Die Steinigung ist heute noch eine gängige Hinrichtungsart. In einigen islamischen Staaten werden Ehebrecherinnen noch auf dieser Weise hingerichtet. Im Januar 1998 stand in den Zeitungen zu lesen, dass ein Geschäftsmann aus Norddeutschland im Irak zu Tode verurteilt wurde, da er als Ungläubiger ein sexuelles Verhältnis mit einer unverheirateten Muslima hatte. Im droht nun die Steinigung.
Zu diesm Zweck wird das Opfer in einem Sack verpackt und bis zu den Schultern in der Erde eingegraben. Dann wird um das Opfer eine Linie gezogen, die von den Vollstreckern nicht übertreten werden darf.
Der Journalist Freidoune Sahebjam hat eine 1986 stattgefundene Steinigung einer Ehebrecherin im Iran dokumentiert:
'Kopf und Oberkörper waren nur noch ein Haufen blutigen Fleisches. Ihre Kopfhaut war eine einzige klaffende Wunde. Augen und Nase waren zerschmettert, der Kiefer gebrochen. Der Kopf baumelte wie eine groteske Karnevalsmaske an den Resten der rechten Schulter. Doch weil sie immer noch lebte, schlug man ihr mit einem Ziegelstein den Kopf ein: Der Schädel zersprang, und das Gehirn spritzte auf die Erde. Was von der gesteinigten Frau übrigblieb, wurde vor die Dorfgrenzen gekarrt und an die streunenden Hunde verfüttert.'




 Lebendig begraben:

 

 

 

 

 

 

 

 
 

 

Galt als Frauenstrafe für Mord, Kindsmord, schweren Diebstahl, männliche Notzüchter, Blutschänder und Sodomiten. In der Regel wurde eine Grube ausgehoben, der Verurteilte hineingelegt und Erde über ihn geschüttet.




Ertränken:
 

Das Wasser galt, ebenso wie das Feuer, als reinigende Kraft. Vorwiegend galt Ertränken als Frauenstrafe für
 
 

 

Kindsmörderinnen, Abtreiberinnen und Diebinnen. Aber auch männliche Notzüchter, Gotteslästerer, Diebe und Bigamisten wurden so hingerichtet.

Der Verurteilte wurde meist mit zusammengebundenen Armen und Beinen von der Brücke oder von einem Boot aus in den Fluss, den See oder den Teich geworfen. Wurde er lebendig an das Ufer gespült, so begnügte man sich mit der Ausweisung. So galt das Ertränken vielmehr als „Zufallsstrafe“. Natürlich konnte man den Verurteilten auch so lange unter Wasser tauchen oder mit dem Boot nachziehen bis er ertrunken war. War das Wasser nicht tief genug, so drückte der Scharfrichter (oder sein Gehilfe) mit einer Stange den Verurteilten vom Ufer aus unter die Wasseroberfläche. Häufig kam es auch vor dass der Verurteilte zusammen mit verschiedenen lebenden Tieren in einen Sacken gesteckt wurde und ihn dann ins Wasser warf. In den Niederlanden wurde er in ein Fass gesteckt und dieses wurde dann von der Strömung davongetragen.


 

Pfählen:
 wurde bei verschiedenen Delikten verhängt:
-          Hochverrat
-          Totschlag
-          Inzest
-          Notzucht
-          Kindsmord
Der Verurteilte (hier wurde kein Unterschied zwischen männlichen oder weiblichen Tätern gemacht) wurde gebunden auf den Rücken gelegt und mit einem Schlegel oder einem Hammer ein Pfahl durch den Leib getrieben. Als Akt der Gnade wurde der Pfahl durch das Herz geschlagen.
Ausführender dieser Strafe waren der Scharfrichter oder sein Knecht. Es wird berichtet dass die genotzüchtigte Frau bei der Hinrichtung des Täters die ersten drei Schläge tun durfte oder sogar sollte. Oft wurde das „Pfählen“ auch als „Spießen“ bezeichnet. Allerdings gab es hier noch eine andere Art der Strafe mit der gleichen Bezeichnung.


Seite1 Seite2 Seite3 Seite4




 


EinleitungHört HörtMitgliederGeschichteFolterkammerLagerVeranstaltungenGalerieLinksKontakt
Wenn dem Sünder wird abgesprochen sein Leben so wird er unter meine Hand gegeben