Wenn dem Sünder wird abgesprochen sein Leben so wird er unter meine Hand gegeben
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Die Schandmaske:

 
Viel Phantasie wurde in die Ausformung verschiedener Schandmasken verwendet. Alle Schandmasken hatten ein gemeinsames Merkmal: sie charakterisieren das Verbrechen des Trägers und machten es für die Zuschauer deutlich sichtbar. Der „Hausdrache war eine Schandmaske für zänkische, klatschsüchtige Frauen. Die großen Ohren zeigten, daß sie alles hörten; eine große Nase bedeutete daß sie sich in Angelegenheiten anderer Leute einmischten; ein großer Mund und eine lange Zunge standen dafür, daß sie alles bösartig weitererzählten. Ein Mann, der sich schlecht benommen hatte, bekam eine Maske in Form eines Eberkopfes aufgesetzt. Aus Wien ist die Verwendung einer „Hungermaske“ überliefert, wo dem Übeltäter ein essbarer Gegenstand so vor den Mund gehängt wurde, daß er Ihn nicht erreichen konnte. Wucherer mussten einen Judenhut auf den Kopf tragen, zanksüchtige Weiber einen Schnabel vor dem Mund.
 
Die Schandflöte:
Zu den Ehrenstrafen zählt die Schandflöte. Die Strafgeräte in Form von Trompeten, Posaunen oder Flöten finden sich vor alm im 16. Und 17. Jahrhundert. Sie wurden aus Holz, Messing oder Eisen gefertigt. Der Eisenring am oberen ende umschloss den Nacken des Delinquenten, die Finger wurden wie die eines Musikers in die Kerben gelegt und festgeschraubt. Dann musste der Verurteilte am Pranger stehen. Vor allem Musikanten die schlecht spielten, wurden bestraft, aber auch Flüche, Ruhestörung oder Getöse vor der Kirche während eines Gottesdienstes.
 
Der Schandmantel:
Schandmäntel waren weite Umhänge, auf denen die Tat des Verurteilten dargestellt war und den dieser auch durch die Straßen der Stadt tragen musste uns so dem Gespött der Menge preisgegeben war. Die Sitte scheint aus dem deutschen Raum zu Stammen und ist in Wien nicht bekannt, hier ließ man dagegen bei Hinrichtungen oft Illustrierte Flugblätter mit dem Urteil und der Beschreibung des Verbrechers zirkulieren.




Der Storch

 
 Als „Storch“ wird ein Gerät zur Fesselung bezeichnet. Die Fessel umschließt Kopf, Arme und Beine und verursacht nach kurzer Zeit sehr schwere Krämpfe. Ein beinahe identisches Exemplar wie das hier gezeigte, heißt: „scavenger´s daughter“ Tochter des Straßenkehrers und ist im Londoner Tower zu sehen. Die italienische Bezeichnung „cicogna“= Storch findet sich bei Muratori, der sie den juristischen und inquisitorischen Archiven Roms von 1550 – 1650 entlehnt hat.
 


 

Enthauptung



Die Enthauptung nimmt unter den Hinrichtungsarten eine Sonderstellung ein, da es sich um eine Methode 'der blutigen Hand' handelt. Im Gegensatz zu den in der Vorzeit populären Hinrichtungen 'zur gesamten Hand' wird hier der Tod durch eine einzige Person, dem Henker, herbeigeführt.
Im alten Rom war das Beil das bevorzugte Instrument zur Enthauptung, im Mittelalter setzte sich nach und nach das Schwert durch.
Enthauptet zu werden war in der Regel Adeligen und hohen Bürgern vorbehalten. Die Hinrichtung wurde dabei wie ein öffentliches Schauspiel inszeniert. Im Gegensatz zum Galgen befand sich der Richtplatz im Herzen der Stadt, meist auf dem Marktplatz, wo zahlreiche Schaulustige zusammenströmen konnten. Trommler, Pfeifer und Trompeter sorgten für das 'Rahmenprogramm'.
Der Delinquent betrat das Blutgerüst, legte seine Oberbekleidung ab, kniete vor einem Sandhaufen nieder und begann zu beten. Im Anschluß fesselten ihm die Henkersknechte die Hände auf dem Rücken und schnitten ihm die Nackenhaare. Der Richter und sein Henker standen noch Abseits und sahen dabei zu.
Nach dieser Prozedur betrat dann auch der Henker das Blutgerüst, stellte sich hinter dem Verurteilten und legte seinen Mantel ab, unter dem sich das Schwert verbarg. Von dem Opfer wurde erwartet, daß er seinen Kopf aufrecht hielt. War er dazu nicht mehr in der Lage, wurde er von den Henkersknechten an den Haaren hochgehalten.
Nachdem der Henker zugeschlagen hatte, präsentierte er den an den Haaren hochgehaltenen Kopf der Menge und fragte den Richter, ob er wohl gerichtet habe. Der Richter bejahte diese Frage und sprach damit den Henker von der Blutschuld frei.
Ursprünglich wurde der Kopf danach noch - als Relikt eines alten Opferrituales - auf eine Stange gesteckt.
Diese Hinrichtungsart ging aber nicht immer ohne Pannen von statten. Oftmals wollte der Kopf nicht beim ersten Schlag rollen und der Henker mußte mehrfach zuschlagen. Daher wurde seit der französischen Revolution das Fallbeil eingesetzt.

Ausdärmen, Ausweiden, Zerstückeln

 

 

Auszug aus der 'Carolina', der 'Peinlichen Gerichtsordnung' Karls V. von 1532:

 
'Es wird dem Delinquenten von des Scharfrichters Knechten erstlich mit einem großen, dazu bereiteten Messer ... die Brust gleich herunter von vorn aufgeschnitten, die Rippen herumgebrochen und herumgelegt, sodann das Eingeweide samt dem Herzen, Lunge und Leber, auch alles, was im Leibe ist, herausgenommen und in die Erde verscharret, anbei wohl dem armen Sünder vorhero aufs Maul geschmissen.
Nach diesem wird derselbe auf einem Tisch, Bank oder Klotz gelegt, und ihm mit einem besonderem Beil erslich der Kopf abgehauen, nach diesem aber der Leib durch sohanes Beil in vier Teile zerhauen, welche sämtlich, neben dem Kopfe ... an den Straßen aufgenagelt werden.'


Vierteilen

Das Vierteilen war im späten Mittelalter hauptsächlich für Verräter bestimmt. Der Todeskandidat wurde mit den Gliedmaßen an vier Pferde gebunden und von diesen in Stücke gerissen.
Auch bei dieser grausamen Hinrichtungsart waren 'Pannen' möglich. Robert F. Damiens, der Ludwig XV durch einen Messerstich leicht verletzt hatte und im Jahre 1757 zum Tode durch Vierteilen verurteilt wurde, starb nicht, weil es den Pferden nicht gelang, ihm die Glieder auszureißen. Schließlich mußte der Scharfrichter ihm die Gliedmaßen mit dem Messer abtrennen. Er selber wurde wegen Versagens mit Gefängnis bestraf
t.
 

Zersägen


Das Opfer wurde mit dem Kopf nach unten und mit gespreizten Beinen an zwei parallel stehende Pfosten festgebunden. Anschließend wurde er mit einem langen Sägeblatt in der Mitte durchgesägt.

 
Verbrennen

Das Feuer galt als starkes Läuterungsmittel, dem kein Zauber oder unheilvolle Kraft gewachsen war. Daher war die Verbrennung die Strafe für besonders gefährlich angesehene Verbrecher wie Zauberer, Hexen oder Ketzer.
Zur Vollstreckung wurde der oder die Verurteilte an Pfahl gebunden, dann wurde um das Opfer herum Holz, Stroh und Reisig aufgeschichtet und in Brand gesteckt.

Der Tod auf dem Scheiterhaufen galt als besonders qualvoll. Besonders gnädige Henker erstachen oder erdrosselten vorher ihr Opfer, wovon das Volk freilich nichts merken durfte.
Oftmals wurden im Mittelalter bis zu 400 Menschen gleichzeitig verbrannt. Nach der Vollstreckung wurde die Asche der Verurteilten verstreut, da von ihnen nichts zurückbleiben durfte.
Das Prominenteste Opfer des Feuers war Jeanne d' Arc, welche am 30.5. 1431 auf dem Scheiterhaufen starb. Ihre Asche wurde nach ihrem Tod in der Seine verstreut.



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